Vorbemerkungen.
Wird bei einer Dampfmaschine die Dampfvertheilung nurdurch einen Schieber bewerkstelligt und geschieht die Bewegungdesselben von einer Coulisse aus, so ist man nach dem Vorgetrage-nen im Stande, die Maschine umzusteuern und dieselbe vor- undrückwärts selbst mit variabler Expansion arbeiten zu lassen.In diesem Falle zeigt aber die Erfahrung und ein Blick auf unsere,für die Goulissensteuerungen angegebenen Diagramme, eine Eigen-tümlichkeit in der Dampfvertheilung: je stärker man nämlichexpandirt, je früher man also mittelst des einen Schiebers denDampf absperrt, um so bedeutender wird die Gompression desDampfes hinter dem Kolben; der Schieber schliesst dann auchfrüher die Austrittsöffnungen ; der Dampf, der ins Freie entweichensoll, wird hinter dem Kolben eingesperrt und daher von dem vor-wärts gehenden Kolben so lange zusammengepresst, bis der Schie-ber den Eintrittskanal öffnet, was gewöhnlich schon geschieht, eheder Kolben am Ende seines Laufes angelangt ist. Die Gompressiondes Dampfes erfordert aber Arbeit, und diese geht unter gewissenUmständen der.Maschine verloren. Hierin liegt der Grund, wes-wegen Viele die Coulissensteuerungen mit einem Schieber alsExpansionsvorrichtungen für unzweckmässig erklären und sie nurals Umsteuerungsvorrichtungen für sehr brauchbare Mechanismengelten lassen wollen.
Gegen die Richtigkeit dieser Ansicht lässt sich aber Mancheseinwenden.
Zunächst ist es bekannt, dass die Goulissensteuerungen miteinem Schieber bis jetzt durchaus noch nicht von andern Vor-richtungen , den Doppelschiebervorrichtungen, die den Dampf nicht