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IE. Abteilung. Erster Abschnitt.
oder wenig comprimiren, verdrängt werden konnten, sondern dassman im Gegentheil bei den Locomotiven einzelner Bahnen sogardie complicirtern Steuerungen mit zwei Schiebern wieder aufgabund zu den einfachem Steuerungen mit einem Schieber zurückging.
Ferner beobachtet man, dass die Locomotivführer, die dochein besonderes Interesse haben, ihre Steuerungen möglichst vor-theilhaft zu verwenden, meist solche Grade der Coulisse benutzen,bei denen der schädliche Einfluss der Compression schon sehr fühl-bar werden müsste.
Schon aus dem eben Erwähnten wäre zu schliessen, dasswenigstens nicht unter allen Verhältnissen durch die Compressiondes Dampfes in Folge des zu frühen Absperrens ein wesentlicherArbeitsverlust herbeigeführt wird. Zu dem Resultate, dass dieCoulissensteuerungen mit einem Schieber unter Umständen selbstbei starker Expansion den Dampf noch vortheilhaft zu benutzen zu-lassen , führt aber auch ohne Weiteres eine nähere Betrachtung un-serer Diagramme.
Der obere Theil der Fig. 8 r Taf. II, giebt die Hauptkolben-stellungen bei einer Steph enson’schen Steuerung an; betrachtenwir die dem 2. Expansionsgrade zugehörigen Stellungen. Bei a be-ginnt die Expansion , bei b die Compression; bei Beginn der letz-tem hat der Dampf hinter dem Kolben eine Spannung von wenigUber eine Atmosphäre; die Compression dauert bis zur Kolbenstel-lung d , und hier beginnt schon der Dampfeintritt. Stellt inan sichnun vor, dass bei d der Dampf hinter dem Kolben in Folge der Zu-sammenpressung gerade die Spannung des einlretendenDampfes er-reicht hat, dann hat man sich gewissermassen durch die Compres-sion frischen Dampf erzeugt, der beim neuen Kolbenspiele seineArbeit wieder hergiebt. Es ist also wenigstens anzunehmen, dassdie Compressionsarbeit zum Theil. wieder gewonnen wird. Dassder Dampf bei d gerade oder wenigstens beinahe die Spannung desKesseldampfes hat, lässt sich aber dadurch erreichen, dass mandem sogenannten schädlichen Raume die zugehörige Ausdehnunggiebt. Dieser Raum spielt also ohne Zweifel gerade bei Coulissen-steuerungen eine höchst nützliche Rolle, und es mögen wohl dieauf Erfahrungen gestützten, verschiedenen Urtheile über die Wir-kung der Coulissensteuerung mit einem Schieber vorzugsweiseihren Grund darin haben, dass eben bei verschiedenen Locomotivender schädliche Raum nicht immer die entsprechende Grösse hatte.