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Die Schiebersteuerungen : mit besonderer Berücksichtigung der Locomotiven-Steuerungen / von Dr. Gustav Zeuner
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II. Abtheiluug. Zweiter Abschnitt.

Schiebers sei OF=e = 0,030 m und beschreibt man mit dieserLänge von 0 aus einen Kreis, so geben in bekannter Weise die bei-den Durchschnittspunkte mit dem Schieberkreise die beiden Kur-belpositionen I und 4 (vergl. S. 177) ; bei Position 1 schliesst derVertheilungsschieber den Dampfeintrittskanal im Cylinder, bei Po-sition '4 öffnet er ihn auf der andern Seite.

Steht nun der Gleitbacken J/ 0 der Expansionsschieberstangeauf irgend einem andern Punkte der Coulisse, so liegt doch immerder Mittelpunkt des entsprechenden Schieberkreises auf der Verti-kalen jßC 4 , eineEigenthümlichkeit, die, wie früher bewiesen wurde,eben der Gooch'sehen Coulisse zukommt. Nehme ich 4 Grade fürden Vorwärtsgang und eben so viel für den Rückwärtsgang an,so ist die Strecke BC i in 4 Theile zu theilen, die einzelnen PunkteG\ C 2 C 3 C i geben dann bekanntlich die Mittelpunkte der Schieber-kreise für jeden einzelnen Grad. Für den Rückwärtsgang verlän-gert man die Länge tfGj nach unten, die Punkte — Gj , — C 2 , — C ;tund —C 4 geben dann in gleicher Weise die Schieberkreis-Mittel-punkte von Grad zu Grad für den Rückwärtsgang an.

Nehme ich nun an, die Maschine gehe vorwärts und der Gleit—backen M der Vertheilungsschieberstange stehe auf den äusserstenGrad, so giebl, wie vorhin besprochen wurde, der über OD alsDurchmesser beschriebene Kreis (Fig. 27 Taf. V) das Bewegungs-gesetz für den Vertheilungsschieber.

Steht ferner der Gleilbacken 31 0 der Expansionsschieberstangebeispielsweise auf den ersten Grad Vorwärtsgang, so ist C 4 derMittelpunkt des Schieberkreises, der das Gesetz der Bewegung des-selben anzeigt und OD 0 ist dessen Durchmesser. Zeichnet man nunüber OD als Diagonale ein Parallelogramm, so ergiebt Oü x OD x alsdessen zweite Seite und diese Strecke repräsentirt zugleich denDurchmesser des relativen Schieberkreises, dessen Mittelpunkt O lsich übrigens auch sofort dadurch findet, dass man durch C 4 eineParallele G' 4 Oj zu C, 0 legt.

Das Eigenthümliche der Polonceau’sehen Anordnung be-steht nun, wie sich leicht übersieht, darin, dass die relative Cen-tralcurve, die wir bei Betrachtung von Ilolzstich Fig. 32 auf S. 206besprochen haben, eine gerade Linie ist und in i t derOrdinaten-axe OFhierzusammenfällt. Beschreibt man nun von 0 4 ausden relativen Schieberkreis und ebenso von 0 aus mit der LängeOU = s (vergl. Fig. 23 Taf. V) einen Kreis (im vorliegenden Bei-