Band 
Erster Theil.
Seite
179
JPEG-Download
 

Geschichte der Astronomie. 179

gen nach Abend (von Osten nach Westen) vollendeten.Man erkannte ebenfalls, daß die Sterne täglichdieselbe Lage gegen einander, denselben Gang amHimmel behielten; daß aber der Mond und dieSonne, von einem Tage zum andern, später als.die Sterne, und in ungleichen Zeiträumen/ auf-gingen; woraus man sogleich diese sehr einfacheFolgerung zog, daß, indem diese beyden Gestirnean der täglichen Umwälzung der ganzen himmlischenSphäre Theil'nahmen, sie zu gleicher Zeit durcheigene und verschiedene Bewegungen von AbendNach Morgen fortrückten. Diese lxeydett letztemBewegungen bilden das/ was man Monden-Monate und Sonnenjahke nennt« DerMond schien ungefähr zwölf Umläufe zu machen,während die Sonne nur einen machte. Um daherdie Bewegungen beyder Gestirne in eine Ueberein-stimmung zu bringen, theilte man das Sonncnjahrin zwölf Theile oder Monate, welche eben so vielMondumläufe umfaßten. Diese ersten Bestimmun-gen waren nur ungefähre, welche in der Folge be-richtigt und vervollkommnet wurden, in demMaße, wie die Beobachtungen genauer wurden. *)

hung der Sterne und selbst der Sonne nur scheinbar. Mr stich*ber genöthigt, in der Sprache der alten Astronomie zu reden.

B.

*) Ich glaube richtige Erklärungen von den Umwälzungen'der Sonne und des Mondes hier beyfügen zu muffen, wie matt -heutiges Tages, nach dem Resultat äus allen alten und neuernBeobachtungen, kennt.