Band 
Erster Theil.
Seite
181
JPEG-Download
 

Geschichte der Astronomie. izr

ein; einige indessen nach dem Laufe des Mondes.Die Babylonier fingen den Tag mit dem Aufgangeder Sonne an; die Athenicnser und Juden mitdem Untergänge derselben. Auf die eine oder dieandre Weise fand man einige Schwierigkeit, alsMan darnach die gleiche Abtheilung der Tageszeitenvornehmen wollte, indem die Zeiten der Anwesen-heit der Sonne über dem Horizonte eines gegebe-nen Orts von einem Tage zum andern ungleichwaren, wegen der Neigung des Aequators und derEkliptik gegen einander. Die Aegyptier rechnetenden Tag von einer Mitternacht zur andern, undtheilten ihn in eine gewisse Zahl gleicher Theileoder gleicher Stunden, auf welche man leichtalle Zeiten, welche man wissen will, bringt. Die-ser Gebrauch ist in mehreren Ländern angenommen.Man befolgt ihn in Frankreich, in England, inSpanien, für die Geschäfte des bürgerlichen Lebens.Copernicus und die Astronomen seiner Zeit befolgtenihn ebenfalls in ihren Rechnungen. Seit etwazweyhunderk Jahren haben es die Astronomen be-quemer gefunden, den Anfang , des Tages auf denMittag festzusetzen.

Die Sonne, die Quelle der Wärme und derFruchtbarkeit der Erde, schafft den Wechsel derJahrszeiten und die Folge der Saaten und Ernd-ten. Man ist daher immer genöthigt gewesen, fich"ach diesem unveränderlichen Gesetze der Natur zurichten. Andre Arbeiten können eine etwas will-kührliche Eitztheilung in der Anwendung der ZeitZulassen. Bey den Juden diente der Mond, durch