Band 
Erster Theil.
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Geschichte der Astronomie. 2 nZ

gen; er übte selbst seine Kunst aus bey Gelegenheiteiner Sonnenfinsterniß, welche in der That kurzeZeit nachher, so wie er sie angekündigt hatte, ein-traf.*) Alle diese Dinge schienen damals.so neu, soaußerordentlich,, daß sie dem Thales den größten0!uf verschafften und eine Reihe berühmter SchülerZu ihm hinzogen. Man nennt vorzüglich unter die-sen den Philosophen Anaximandcr, welcher sein Nach-folger als Vorgesetzter der Schule zu Miler wurde.

Anaximander hatte einigen Begriff von der run-den Gestalt der Erde. Man legt ihm die Erfindungder Himmelskugeln und der geographischen Chartenbey. Er ließ zu Lacedamon einen Gnomon errich-ten, vermittelst dessen er die Schiefe der Ekliptik,die Solstitien und die Nachtgleichen bestimmte.

Conflellationen.

Durch den Vortheil, oder vielmehr in gewissenRallen, durch die Nothwendigkeit, die Gestirne leichtwieder finden zu können, war man seit langer Zeitauf den Gedanken geführt, sie in abgesonderte Hau-fe» oder Constellationcn abzutheilen, wie man dieOberfläche der bewohnten Erde in feste Lander, Kö-

*) Herodots (lib. l.) Worte sind: „Kaum begann dieSchlacht, so wurde es am Tage Nacht. Diese Begebenheit sagteThales den Jonicrn voraus, und bestimmte das Jahr." Zu ei-"er solche» Voraussagung des Jahres einer Sonnenfinsterniß darfa>»n »och keine tiefe astronomische Kenntniß und strenge Vcrech»»Unze» voraussetzen. Ein genaues Verzeichnis! von den Finster»*"sien konnte bald auf einen Cyclus von i8 Jahren fuhren, dert'krmuthlich dem Thales bekannt war.