Geschichte der Astronomie. »ZS
Kreises auf den hohlen Theil desselben projicirteSchatten diesen letztem völlig bedeckte. Es ist ein-leuchtend, daß dieser Zeitpunct der der Nachtgleiche,seyn mußte. Geschah dieses nicht, woraus manerkannte, daß die Nachtgleiche in der Nacht sichereignet habe: so wählte man zwey Beobachtungen,wo dieser auf den höhlen Theil des Kreises gewor-fene Schatten auf verschiedenen Seiten gleich ge-wesen war, und das Mittel des ZwischenrauMeszwischen diesen Beobachtungen wurde für den Zeit-punct der Nachtgleiche gehalten. (IVlorrtucüa Hiü.ä. lVlatli. lom. I. p- Zo6)
Eratosthenes begnügte sich nicht damit, dieBeobachtungen erleichtert zu haben, sondern er.machte selbst eine große Anzahl derselben. Er hatte,mehrere Werke über die Astronomie verfaßt, welchavon den Alten angeführt werden. Nur ein einziges,eine Beschreibung der Constellationen, ist dem Raubeder Zeit entgangen. Sein Genie führte ihn aufaußerordentliche Gegenstände. Seine Erdmessungist ein Beweis davon.
Hipparch« Entdeckungen.
Unter allen alten Astronomen hat Niemand dieWissenschaft so sehr bereichert, Niemand sich einenso großen Namen erworben, als Hipparch, auSder Stadt Nicäa in Bithynien. (I. 140 vor Ch.Geb.) Er behauptet unter den Astronomen bey-nahe denselben Rang, wie Archimedes unter denGeometern. Er machte anfangs zu Rhodus Beob-Ächtungen; nachher ließ er sich zu Alexanderen nie-