Ir. Zeitraum» z. Capitel. Astronomie der Araber. g--r
gen des Mondes ein, Ihre Monate waren Wechsels-weise von 29 und von Zo Tagen; welches 354 Tagefür die Dauer des MondenjahrS gab. Da aber dersynodische Monat, oder die Dauer von jeder Monds-?Umwälzung in Beziehung auf die Sonne, 29 Tage12 Stunden 44 Minuten Z Secunden betragt: sowar die Dauer des arabischen MondenjahreS um zStunden 48 Minuten 36 Secunden kürzer, als dieWahre Dauer von zwölf Mondumwälzungen in Be-ziehung auf die Sonne. Um also diesen Unterschied,Um den der Mond hinter der Sonne, in ihren Be-wegungen von Westen nach Osten, zurückblieb, ver-schwinden und die Lagen dieser zwey Gestirne zusam-mentreffen zu lassen, fügte man zu der Periode von354 Tagen von Zeit zu Zeit einen Tag hinzu.
Unter den verschiedenen Theilen der Agronomiezog gleich anfangs die Theorie der Sonne die Auf-merksamkeit der Araber auf sich, und beschäftigte siherne lange Zeit. Sie sahen , bald ein, daß Ptole-Mäus die Schiefe der Ekliptik ein wenig zu groß ge-funden oder vorausgesetzt hatte. Flamsteed erzählt,m seiner t-liliolr« ce'lolle, den Verfolg ihrer Ar-beiten über diesen Gegenstand. Man sieht sie, sichder Wahrheit beständig nähern; und endlich nach un-gefähr siebenhundert Jahren gelangen sie zur Be-stimmung der Schiefe der Ekliptik, beynahe in ebenderselben Schärfe, welche die besten neuern Bevbach-tungen ergeben: ein Resultat, das noch um so merk-würdiger ist, da ihnen nicht, wie uns, der Gebrauchder Fernrohre zu statten kam.