Band 
Erster Theil.
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II. Zeitraum. Z. Capitel. Astronomie der Perser. gi?

so weiter an, so daß er durch das ganze Jahr herum-kam, und zu verschiedenen religiösen Ceremonien An-laß gab. , Wie die Perser den Arabern unterworfenwurden, ward der Gebrauch der Sieger, das Jahrnach Mondumläufen zu berechnen, auch bey den Be-siegten eingeführt. Als aber diese letzter« ihre Frey-heit erlangt hatten, nahmen sie ihre alte Methodewieder an, gegen das Jahr 1079. Damals erdachteder persische Astronom Omar-Chejan, um denalten Calcnder seiner Nation, welcher auf die Voraus-setzung einer ungefähr um 11 Minuten zu großen Jahres-länqe gegründet war, zu berichtigen, daß man sieben-mal nach einander einen Tag alle vier Jahre, unddarauf einen Tag erst in dem fünften Jahre hinzufügensollte. Dies der Wahrheit sich sehr nähernde Sy-stem ward angenommen, und hat sich bey den Persernerhalten.

Mehrere Kayser dieser Nation beschützten lebhaftdie Astronomie. Dies gehörte gewissermaßen zur Re-ligion des StaatS. Ein griechischer Schriftsteller,Chioniades, welcher im dreyzehnken Jahrhundertlebte, meldet, daß die Perser auf ihre Kenntnisse indiesem Theile so eifersüchtig waren, daß es durch einGesetz verboten war, solche Ausländern mitzutheilen,ausgenommen in gewissen sehr seltenen Fällen, die vonder Entscheidung des Kaysers abhingen. Dieses Ver-bot hatte seinen Grund in einer Weissagung, daß dieChristen durch Hülfsmitt^, welche aus der Wissen-schaft der Astronomie genommen seyn würden, daspersische Reich dereinst zerstören würden. Chioniadeshatte selbst sehr viele Muhe, um zum Unterrichte der