Astronomie der Perser.
Ar-sen. *) Man erzählt, daß Hulaku, als er sich demTode nahe fühlte, sich in die Versammlung der G»lehrten bringen ließ, und in ihren Armen seinen Geistaufgeben wollte , indem er sie als seine Kinder und diewahren Herolde seines Ruhms betrachtete.
Sein Beyspiel ward durch einen karkarischenFürsien, dem berühmten U lugh ° Beigh, Tarne»lans Enkel, noch übertroffen (Reg. v. 1420 bis »449.)Ulugh-Beigh beförderte die Wissenschaften nichtbloß als Fürsi, sondern er selbst wird zu den gelehrte-sten Männern seines Jahrhunderts gerechnet. Er er-richtete in seiner Hauprsiadt Samarkand eine zahlreicheGesellschaft oder Akademie von Astronomen, und ließzu ihrem Gebrauche die größten und vollkommenstenInstrumente, welche man noch bis dahin gesehen hatte,verfertigen. Er unterrichtete sich von allen ihren Ar-beiten, und beobachtete selbst unausgesetzt den Him-mel. Einige Geschichtschreiber erzählen, daß er zurBestimmung der Breite von Samarkand einen Quadran-ten gebraucht habe, dessen Halbmesser der Höhe derKirche der h. Sophia zu Constantinopel, welche unge-fähr izo Fuß betragt, gleich kam. Allein die Ver-fertigung eines so großen Quadranten ist physisch un-möglich. Es hat ganz den Schein, daß die Geschicht-schreiber, welche diese Nachricht geben, der Astrono-' Mie wenig kundig waren, »nd einen bloßen Gnomonfür einen Quadranten genommen haben. Die Breitevon Samarkand ward zu 29 Graden 37 Minuten ge-
*) Slirli 6tioißi Omwoiic. in t.chuli,« Heeti»nie»> eä. ,1.6r»viur. rüsL. 4,