Mathem. Miss. b. d. abendk. Christen. ZZZ
Tag mehr land. In dem Maße, wie ihre Siege hau-siger wurden, neigten sich die Wissenschaften zum Ver-fall. Endlich erhielten diese gleichsam den rödtlichenStreich, als die Mauren durch den Verlust von Erc-Nada gänzlich aus Spanien vertrieben wurden (I.1492). Ein trauriges Ereigniß in den Annalen VeSMenschlichen Geistes, das allein der christlichen'Reli-gion, die auf den Trümmern des Mahomerismusihre Herrschaft erweiterte, vorcheilhaft war.
Wir finden in den übrigen christlichen wandernvon Europa mehrere Männer, welche verdienen be-merkt zu werden, entweder wegen des Umfangs ihrerKenntnisse in Rücksicht aus die Zeit, in der sie lebten,oder wegen der Beweise von Genie, die sie gaben,
, und woraus die menschliche Gesellschaft den größtenNutzen würde haben ziehen können, wofern nicht.diekirchliche Gewalt durch ihre Intoleranz und den Schre-cken ihres Bannstrahls die freyen Flüge des Geistesnur zu oft gehemmt oder unterdrückt hätte. >
Die Italiener erscheinen hier zuerst. Die AlgebraZog zuerst durch einen besondern Umstand ihre Auf-merksamkeit aus sich. Ein reicher Kaufmann zu Pisa,Leonard, machte in Geschäften seiner Handlung öf-tere Reisen nach dem L)nenk. Die Verhältnisse, indenen er mit den Arabern stand, gaben ihm Gelegenheit,mit der Algebra sich bekannt zu machen, die man da-Mals als den höhern Theil der Arithmetik ansah. Erverbreitete seine Kenntnisse unter seinen LauLsleute!,,gegen den Anfang des Vreyzehntcn Jahrhunderts. NachVossius und einigen neuern italienischen Schriftstel-lern, hatte man bis jetzt geglaubt, daß Leonard von