Band 
Erster Theil.
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II. Zeitraum, ro. Capitel.

eine besondre Auszeichnung. Er war ein Francksca-uer-Mönch, und lebte gegen das Ende des fünfzehn-ten Jahrhunderts. Nachdem er lange Zeit im 'Ori-ent herum gereiset war, es mag nun seyn, um sich zuunterrichten, oder um besondre Auftrage -seiner Obernauszurichten, lehrte er die Mathematik zu Neapel undzu Venedig, in der Folge auch zu Mailand, wo er denvon Ludewig Sfvrza, dem Mohren, gestifteten Lehr-fiuhl der Mathematik zuerst einnahm. Er schriebMehrere Werke für seine Schüler. Er übersetzte denEuklid ins Lateinische, oder er sah vielmehr die Ueber-seßung des Campanus durch, und begleitete sie mitgelehrten Anmerkungen. Im Jahr 1494 gab er initalienischer Sprache ein Werk über die Algebra her-Otls l Lumina üe ^rilchmotics, beonretris, prcr-Porrioni 6 xroportionalita, etc.*) in welchem mandie gewöhnlichen Regeln der Arithmetik, einige Erfin-dungen von den Arabern z. B. die einfache und gedop-pelte Kopula kalsl, die Auslösung der Gleichungen vomersten und zweyten Grade, und endlich die Anfangs-gründe der Geometrie findet. Man verdankt dem Lu-cas de Borgo noch zwey andre Werke: das eine äsOivinu pro^tortione, **) umfaßt eine Menge Ge-genstände aus der Perfpectiv, Musik, Architektur rc.;das andre handelt von den regulairen Körpern, unterdem Titelt lübel1u8 in tro8 partialos traotadusäitrisus Huoruinoungue eorxorum re^ularinin et

*) Venedig toi. Kästners Gesck- d. Math. B-r. S- ÜZ. ff.'*) Venedig. 1529. toi. Kästners. Gesch. d. M. B- r-G- «17- ff-