Band 
Erster Theil.
Seite
351
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Mathen». Wiss. b. d. abendl. Christen. 35?

Sternwarte ein, und versah sie mit vortrefflichen In-strumenten, welche er selbst vervollkommnet oder erfun-den hatte. Mit diesen machte»r Beobachtungen, welcheihn in Stand setzten, die alten Theorien zu berichti-gen und zu erweitern. Mehret? Astronomen hattennach einigen falsch ausgelegten Beobachtungen , wie ergenau zeigte, den Fixsternen eine unregelmäßige Be-wegung, sowohl nach Osten als in entgegengesetzterRichtung, beygelegt. Regiomontanus widerlegtediese Meynung vollkommen. Im Jahr 1472 hatteer Gelegenheit, einen Kometen zu beobachten, dessenBewegung anfangs sehr langsam war, bald aber zueiner solchen Geschwindigkeit anwuchs, daß er gegensein Perigenum in vier und zwanzig Stunden mehr denndreyßig Grade durchlief. Sein Schweif betrug mehrals dreyßig Grad in Länge.

Der Pabst Sixtus IV. wollte an der Reformdes CalenderS arbeiten lassen, und luv daher denRegiomontanus nach Rom, um dieses wichtige Ge-stbäfre zu leiten und auszuführen. Er that ihm großeVersprechungen, und ernannte ihn zum Bischof vonRegensburg. Regiomontanus reiste ab; aber nacheinem Aufenthalte von einigen Monaten in Rom,starb er daselbst in einem Alter von vierzig Jahren.Man verbreitere das Gerücht, daß die KinderGeorgs von Trapezunt, eines der Ueberseßeedes Prolemäus und Theon, ihn harten vergiftentasten, weil er mehrere Fehler ihres Vaters öffentlichAufgedeckt hatte. *)

*) Regiomontanus (sein eigentlicher Name ist: Johanne«