Geschichte der Astronomie.
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mehr seines großen Ministers Colbert, bey der Grün-dung der Akademie der Wissenschaften, war, nichtbloß eingeborne Gelehrte in dieselbe aufzunehmen,sondern auch von den ausländischen die berühmtestenund die fähigsten, um zu dem Glänze des Institutsund zur Erweiterung der Wissenschaften beyzutragen,herbey zu ziehen. Unter den ersten sind zu bemerken,Claude Perrault, Mariotte, Pccquet, Auzont, Pi-cart, Nicher, u. a.; unter den letzter» HuygenS, Joh.DominicuS Cassini, Römer, u. a. m.
I. D. Cassini (geb. 1625, gest. 1712)., derschon vor seiner Versetzung nach Frankreich, durch sei-ne Mittagslinie in der Kirche des heiligen Pctrvniuszu Bologna, durch seine Tafeln der Sonne und derJuplterstrabanten, und durch andre astronomische Ar-beiten, oder auch durch die hydraulischen Untcrneh-münzen, bey denen ihn die Päbste gebraucht hatten,einen, großen Namen in den mathematischen Wissen-schaften sich erworben hatte, halte in Frankreich alleFreyheit, sich seinem Genie und seiner Neigung, dieihn zur Astronomie hinzogen, gänzlich zu ergeben.Er machte in dieser Wissenschaft eine große Zahl wich-tiger Entdeckungen. Die glänzendste davon ist dievon vier neuen Trabanten deö Saturns. Diese sindnach der Ordnung ihrer Enisennmgen der erste, derzweyte, der dritte und der fünfte; so daß also mit demvierten von Huygens entdeckten Saturn nunmehr fünfwohl bekannte Trabanten hatte.
Die Hypothese von der elliptischen Bewegungder Planeten, welche Kepler vorgetragen hatte, warnoch nicht von allen Astronomen vollkommen begriffen.