Band 
Zweyter Theil.
Seite
107
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Geschichte der Astronomie.

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eignete; aber man kann urtheilen, daß vermöge derstetigen Beweglichkeit des Schiffs die Beobachtungenzur See lange Zeit sehr unvollkommen seyn mußten.

Wir haben gesehen, daß die Alten mit der Con-struction der Sonnenuhren sich sehr beschäftigt hatten,und daß sie solche in großer Mannigfaltigkeit, aufOberflächen aller Art, ebenen, cylindrischen, toni-schen, sphärischcn rc. verzeichneten. Vitruv, der überdiesen Gegenstand sehr ins Einzelne geht, hat dieTheorie der Gnomonik nicht erklärt, wenigstens nichtmethodisch und mit Deutlichkeit. Man findet dieseTheorie erst in den Schriftstellern des sechzehntenJahrhunderts hinreichend entwickelt. Man hält S e-bastian Münster*) (geb. 1489, gest. 1552) undOr 0 ntiu 6 Finäus **) (geb. 1494, gest. 1555) fürdie ersten, welche darüber Schriften herausgegebenhüben. Maurolycus schrieb ebenfalls über dieselbeein geschätztes Werk, in welchem die Praxis mit derTheo-rie vereinigt ist. Auch legt man der Gnomonik,welche der Jesuit Clavius iggi herausgab, ein vor-zügliches Lob bey. In der Folge sind so viele Werkeüber diesen Gegenstand geschrieben, daß ihre Aufzäh-lung beschwerlich und unnütz seyn würde.

*) rcuöimenka m^rliemarica. L»?. IZ57. 5. im er. Th.In s. krotornarkesis. ?sr. 1532. t.