Sechstes Capitel.
Fortgang der Optik.
Einige Schriftsteller, die niemals etwas erfundenhaben, sondern alles hinterher in den Alten finden,eignen diesen die vornehmsten Entdeckungen der Neu-ern in der Optik und in der Construction der Werk-zeuge ^ welche von dieser Wissenschaft abhängen, zu.Man ist geneigt zu glauben, daß diese ihre Bchaup-tung aus gewissenhafter Ueberzeugung, und nichtaus einer dem niedrigen Neide, der beständig dieTodten auf Kosten der Lebenden erhebt, verwandten.Gesinnung entspringt. Allein hier,sind ihre Bemü-hungen fruchtlos. Man sieht aus dem ältesten Bu-che, weiches über die Optik vorhanden ist, undwelches man insgemein dem Euklides beylegt, daßdie Alten in diesem Theile der Mathematik nur all-gemeine und schwankende, ja sogar einige ganz fal-sche Begriffe hatten. Sie wußten, zum Beyspiel,daß das Licht sich in gerader Linie fortpflanzt, wennihm kein Hinderniß in den Weg kommt; und daß es,wenn es auf eine wohl polirte Ebene fällt, unter