Band 
Zweyter Theil.
Seite
111
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Geschichte der Optik.

scher'nung sehr gut erklärt, worüber die Alten nudbesonders Aristoteles nur Grillen vorgebracht hatten:daß die durch eine kleine Oeffnung von beliebigerGestalt, z. B. einer dreyeckichten, durchgehendenSonnenstrahlen auf einem in einiger Entfernung derOeffnung parallel entgegengehaltenen Papierblatte im»mer einen erleuchteten Kreis bilden. *) Maurolycusbemerkte zuerst, daß wenn das Blatt ganz nahe andie Oeffnung gelegt ist, diese Oeffnung auf demselbenin einer ihr ähnlichen Figur sich abbildet; daß aber,indem man das Blatt entfernt, die Aehnlichkeitallmählich verschwindet, und das Bild zuletzt kreis-förmig wird. Da nämlich jeder Punct der Oeffnungals der gemeinschaftliche Scheitelpunct zweyer entge-genstehender Kegel, von denen der eine zur Grund-fläche die Sonne, der andre den auf das Blatt ge-worfenen erleuchteten Kreis hat, betrachtet werdenkann, vermöge der Durchkreuzung der Strahlen amScheitel: so gibt es dieser Kegel eine unzähligeMenge, weil die Zahl der Puncte der Oeffnung un-endlich ist. Nun bedecken aber die Kreise, welcheauf dem Blatte die Grundflächen der Kegel derzweyten Art bilden, zum Theil einer den andern,indem sie gegen die Peripherie Ausschnitte (eckan-erures) übrig lassen, die immer abnehmen, in demMaße als man Las Blatt von dem Loche entfernt;so daß sie endlich unmerklich werden, und der Um-riß des Bildes auf dem Blatte eine zusammenhän-

Os luinins sr uwbr, tksoi. XXt. ,r XXi'ck; in derangef. Auegabe x. ig- ff.