irr III. Zeitraum. 6. Capitel.
gende Kreisperipherie zu bilde» scheint. Alles diesesstimmt mit der Erfahrung überei». Noch verdanktman dem Maurolycus einige richtige, obgleich nichtsehr tief gehende Bemerkungen über die Theorie deSRegenbogens und die Theorie des Sehens. *)
Derjenige, welcher in dieser Zeit der richtigenErklärung des Regenbogens sich am meisten näherte,ist An ton ins de Dominis, (geb. 1561, gest.1625) Erzbischof von Spalatro. Jedermann weiß,daß dieses Phänomen sich nur zeigt, wenn es regnet,wahrend die Sonne scheint, und wenn ferner der Zu-schauer in einer gewissen Lage gegen die Sonne undden Regen sich befindet. Man hatte die Regen-tropfen mit kleinen Glaskugeln verglichen, undgeglaubt, daß diese Kugeln durch Zurückstrahlungdie Sonnenstrahlen nach dem Auge des Zuschauerszurücksendeten. Aber hierdurch waren die Farbendes Regenbogens noch nicht erklärt; denn die Licht-strahlen sondern sich nur durch die Brechung voneinander ab. Antonius de Dominis wandte znglcichdie Zurücksirahlung und die Brechung an, **) und
*) Oisplisnor. lid. II. er III.
") Den ersten Schritt zur Wahrheit that ein Deutscher, Ioh.Fleischer aus Brcslau (geb. 1540, gest. 1589-), i» seiner Schrift:Ds Iriliibus ckoctrin» ^risroislis er VirellioniL etc. Viremd.iZ/r. 8- S- H. Pros. Scheibcls Programm, vs lok. riei-ecNsri Vratislaviensie in ckocrrinsm <Is tricks msriris. Vrsrrsl.1762. Fleischer meynte, daß der Strahl, bey einem völligenDurchgänge durch einen Tropfen, zweymal gebrochen, undvon einem andern Tropfen nach dem Auge des Zuschauer«zurückgeworfen wird. De Dominis .zeigte zuerst, daß der