Band 
Zweyter Theil.
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Geschichte der Analyst« des Unendlichen.

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von ihnen, um einen Ausdruck des Tacicus zu gcbrau-chen, weder Wohlthaten genossen, noch Unrechterlitten *). Die Erhabenheit ihres Genies erheischteine tiefe Verehrung; aber eine noch größere Ehrfurchtist man der Wahrheit schuldig.

Newton hatte von der Natur eine hohe Geistes-kraft erhalten, war zu einer Zeit gebohren, als Har-riot, Wrenn, Wallis, Barrow u. a. in England dieMathematik schon in große Ausnahme gebracht harren,und hatte überdies den Vortheil, in seiner ersten Ju-gend Barrow's Unterricht auf der Universität zu Cam-bridge zu genießen. Alle Kräfte seines Genies rich-teten sich gegen diese Gattung von Studien; und dieFortschritte, zu denen er hierin gelangte, wurden be-wundernswürdig. Fontcnclle hat auf ihn angewandt,was Lucan vom Nil sagt, daß cS den Menschen nichtvergönnt gewesen ist, ihn schwach und in seinem Ent-stehen zu erblicken. Man versichert, daß er von fei-nem fünf und zwanzigsten Jahre an die Grundlagender großen Theorien gelegt gehabt habe, die ihn seit-dem so berühmt gemacht haben. Leiblich, der umvier Jahre jünger war, fand in Deutschland für sei-nen Unterricht nur mittelmäßige Hülfe: er bildete sich,so zu sagen, ganz allein. Sein ungeheures und allesverzehrendes Genie, das vvn einem außerordentlichenGedächtnisse unterstützt ward, umfaßte alle Zweigemenschlicher Kenntnisse: Litteratur, Geschichte, Poesie/Völkerrecht, die strengen Wissenschaften, Physik rc.

*) IVIitii bslk», Oldio, V"«IIius, nee donetieio, nee in-nri» ev-ntki. Hell. Hisc, l-iw, l. B.