Band 
Zweyter Theil.
Seite
219
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Beschicht» der Analyst« de« Unendlichen.

leibt hatte; oder ich, der nur die Schriften kennenkonnte, und mit dem Verfasser niemals in Verhält-nissen gewesen ist?

Johann Bernoulli, der in Vereinigung mit sei-nem Bruder die AnalysiS des Unendlichen auS seib-rntzcns Schriften erlernt hatte, sehte dem Lonnner-eiuin exi8toIiculn einen Brief entgegen *), in wel-chem er vorbrachte, daß die Fluxioncnmethode der Dif-ferentialrechnung nicht nur nicht vorausgegangen wäre,sondern daß sie auS dieser entstanden seyn könnte, unddaß Newton sie nicht eher auf allgemeine analytischeOperationen in algorithmischer Form zurückgeführthabe, als die Differentialrechnung schon in allen hol-ländischen und deutschen Zeitschriften vorbereitet war.Johann Bernoulli's Gründe sind im wesentlichen fol-gende: l) das Loinmereiurri epi8tolicuin enthaltegar keine Spur, daß Newton in den Schriften, wor-auf man sich berufe, die Buchstaben mit darüber ge-setzten Puncten zur Bezeichnung der Fluxionen ge-braucht habe. 2) In den mathematischen Principien,

*) Loinwero. xliilos. er Dom. II. xsx. Zog. Ei»

gentlich ein Privatschreiben an Leibniy, das alt ein Gutachteuxriinarii IVlL,li«m»tici über da« Lommsrcium existolioum ei»ner lateinischen Flugschrift einverleibt ward, vermuthlich ohn«Johann Bernoulli's Wissen, der anfangs sich in die Streitig-keit nicht mischen wollte. Diese Flugschrift ist datirt von, 29Jul. 171z, und sollte als eine vorläufige Antwort angesehenwerden. Der Verfasser derselben hat sich nicht genannt. Sieerschien französisch im ssournsl liter. K la II»/s ryrz (D. Ik.x. 448). Dar Original ist abgedruckt in den Beylagen zurdeutschen Lhrodicee.