IV. Zeitr. ü. Capitel. Kcsch. d. Analyfis d. Unendlichen. 237
die Curve zu finden, welche eine Felge von gegebe-ncn Curven unter einem beständigen oder nach einemgegebenen Gesehe veränderlichen Wmkel durchschneidet.Man erzählt, daß Newton, als er sehr ermüdet nachHause kam, um vier Uhr daö Problem erhielt, undsich nicht eher schlafen legte, bis er es aufgelösthatte. S. Fontenelle's Lobschrift aufi-Newton. Sei-ne Methode (?I>iIo8. l?rLn8act. 1716 .) ist in diesenwenigen Worten enthalten: Die Natur der zudurchschneidenden Curven gibt ihre Tan-genten an den Durchschnitts Puncten; dieDurch schnittsw inkcl geben die Perpendi-kel der schneidenden Curven; zwey zusam-menlaufende Perpendikel geben in denPuncten, wo sie zusammentreffen, denMittelpunct der Krümmung der schnei-denden Curve. Man lege in bequemerLage die Axe der Abscisscn, und nehmedie erste Fluxion der Abscisse für die Ein-heit: so wird die Lage des Perpendikelsdie erste Fluxion der Ordinäre der ge-suchten Curve, und die Krümmung ebendieser Curve die zweyte Fluxion der Or-dinate geben. Solchergestalt wird dieAufgabe immer auf Gleichungen gebrachtwerden. Noch sehte der Verfasster hinzu: Wasdie Integration der Gleichungen an-langt, so gehört diese zu einer andernMethode. Die Engländer triumphirten schon.Allein Johann Bernoulli, der des eben verstorbenenLeibnih Sache übernommen hatte, bespöttelte frey
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