Geschichte der Mechanik.
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per, bey dem sie angebracht ist, durchlau-fenen kleinen Raum multiplicier, alle»zeit gleich Null seyn, indem man die Be-wegungen nach einer Richtung hin vonden Bewegungen nach entgegengesetzterRichtung abzieht. Varignon macht von diesemPrincip die Anwendung auf daS Gleichgewicht allereinfachen Maschinen.
Im Jahr 1695 gab La Hire (geb. 1640, gest.1718) einen Irairst cla IVIstoanigu« heraus, dessenallgemeiner Gegenstand, wie bey Varignonö Werke,das Gleichgewicht der Maschinen ist *). Er enthältüberdies verschiedene Anwendungen der Maschinen aufdie Künste, worin der Verfasser sehr bewandert war.Am Ende dieses Werks folgt ein Aussatz von denEpicycloiven und ihrem Gebrauch in derMechani k. La Hire zeigt, daß die Zähne der Rä-der, welche zur Mittheilung der Bewegung durch Ge-triebe bestimmt sind, die Figur der Epicycloiden ha-ben müssen, deren Eigenschaften und Abmessungen erbestimmt. Diese Theorie ist sehr schön und müßteihm großen Ruhm bringen. Allein Leibnitz versichertin seinen Briefen an Johann Bernvulli (lona. I. x.Z47), daß sie Römern zugehöre, der sie ihm schonZwanzig Jahre eher, als das Buch von La Hire er-schien, mitgetheilt habe.
*) La Hire's Verdienste um die Lehre vom Hebel, .die er zu»erst in völliger Schärfe dargcthan hat, find au« Kästvers An»fangegr. d. angew. Mach. und andern deutschen Lehrbüchernder Staut hinreichend bekannt.