Geschichte der Mechanik.
287
gen krummen Linie sich anwenden läßt, indem manalle Curven als unendliche Reihen kleiner Bogen desKreises betrachtet, in Gemaßheit mit der Vorstellung,welche er selbst davon in seiner allgemeinen Theorie derEvoluten gegeben harre.
Von einer andern Seite hatten die Geseße vonder Mtttheilung der Bewegungen, die durch DeScar-kes entworfen, und von Wallis, HungenS und Wrennweiter gebracht waren, einen neuen sehr beträchtlichenFortschritt gethan, durch die Auflösung, welche H»y-genS von dem berühmten Problem von den Mittel-puncten des Schwunges gab.
Nachdem alle diese Lehren, die anfangs isolirtund in gewisser Hinsicht eine von der andern unabhän-gig waren, vermittelst der Analysis des Unendlichenauf eine kleine Zahl allgemeiner, einfacher und beque-mer Formeln zurückgeführt waren: so nahm die Mecha-nik einen Flug, der durch nichts als durch die Schwie-rigkeiten, die noch mit der Unvollkommenheit des In-struments verknüpft waren, aufgehalten werden konnte.Wir wollen versuchen, uns hiervon einigen Begriffzu machen.
Man kaun alle Aufgaben von der Bewegung inzwey Classen theilen. Die erstere umfaßt die allge-meinen Eigenschaften der Bewegung eines isolirtenKörpers, der von Kräften, welche es auch seyn mö-gen, getrieben wird; die zweyte, die Bewegungen,welche aus der Wirkung und Gegenwirkung hervor-gehen, die mehrere Körper, einer auf den andern,ausüben, auf irgend eine Weise.
In der isolirten Bewegung bemerken wir, das