Band 
Zweyter Theil.
Seite
311
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Geschichte der Hydrodynamik.

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der Ebene in die Dichte der Flüssigkeit und in dasQuadrat der Geschwindigkeit, mit welcher der Stoßerfolgt; 2) daß bey dem schiefen Stoße der senkrechtauf die Ebene hervorgehende Stoß sich verhält wiedas Product aus der Ebene in die Dichte der Flüssig-keit, «n das Quadrat deö Sinus des Einfallswinkelsund in dos Quadrat der Geschwindigkeit. Newtonhat diese Regeln bey der Bestimmung des Körpersdes kleinsten Widerstandes angewandt; und der größteTheil der Schriftsteller über die Hydraulik hat siegleichfalls befolgt.

Nichts ist leichter und bequemer, als diese Theo-rie. Sie gibt sehr einfache Resultate, und thuteiner großen Zahl von Fällen Genüge. Die Erfah-rung zeigt, daß die Widerstände eines und desselbenKörpers von beliebiger Gestalt, welcher eine Flüssig-keit mit verschiedenen Geschwindigkeiten durchschneidet,den Quadraten dieser Geschwindigkeiten merklich pro-portional sind; daß die geraden und senkrechte» Wi-derstände ebener Flächen, unter einerley Geschwin-digkeiten, sich beynahe wie diese Flächen verhalten.Aber bey den schiefen Stößen ist die angegebene Theo-rie der Erfahrung nicht so gemäß, ja sie entfernt sichvon derselben gänzlich, wenn die Stöße sehr schiefwerden, das heißt z. B. wenn die Winkel der Schiefenüber fünf und vierzig Grade sind. Mau sieht hier-aus , daß sie nicht mit Genauigkeit zur Findung desKörpers des geringsten Widerstandes, noch überhauptzur Bestimmung irgend einer zur Erfüllung einer vor-gelegten Absicht geeigneten krummen Linie angewandtwerden kann; wodurch eine große Zahl von Anwen-