Band 
Zweyter Theil.
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IV. Zeitraum, rr. Capitel.

Seiten deS Wassers einen Widerstand erleiden wird,der durch die Diagonale dargestellt ist. HnygenS be-merkte, *) daß der Sah wahr seyn würde, wenn dieWiderstände des Wassers sich wie die bloßen Geschwin-digkeiten verhielten; daß er aber falsch ist in der der Na-tur gemäßen Hypothese, daß die Widerstände sich wiedie Quadrate der Geschwindigkeiten verhalten. Inder That muß man, zufolge dieser Hypothese, zuerstein Parallelogramm construiren, um die beyden Ge-schwindigkeiten darzustellen, welche die beyden Segeldem Schisse einzudrücken streben; darauf aber einzweytes Parallelogramm, welches man das Paral-lelogramm der Widerstände nennen kann,von solcher Beschaffenheit, daß seine Seiten, dieübrigens eben dieselbe Richtung, wie die des ersten,haben, deren Quadraten proportional sind: alsdannwird die Diagonale dieses zweyten Parallelogrammsden zuiammengesekten Widerstand ausdrücken; unddie Geschwindigkeit des Schiffs in der Richtung ebendieser Diagonale wird ihrer Quadratwurzel propor-tional seyn. Renau ergab sich nicht den Beweisenvon Hnygens, sondern er beharrte in seiner irrigenMeynung, bis endlich Johann Vernoulli in seinemklssai sur 1 a nranokuvrs äes vaisseaux, der 1714herauskam, **) die Wahrheit in ihr völliges Lichtsehte, und die Paralogismcn, worin der französische

*) kitzliotlre^us universell» sk distoii^ue. ^init. Noru.XXV. p. r°5.

") Nachher in lok. LsrnonIIi oxx. 1. n. wo auch Renau'»Aufsätze abgedruckt find.