Band 
Zweyter Theil.
Seite
328
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zrz IV. Zeitraum, iz. Capitel, i. Abschnitt.

lichen Bewegung der Erde hervorgebracht wird. Ergelangte dahin durch folgendes Räsonnement:

Die Theorie von Römer lehrt, daß die Ge-schwindigkeit des Lichtes nicht urplötzlich ist, son-dern daß sie ein endliches Verhältniß, ungefähr dasvon roooo zu i, zu der Geschwindigkeit der Erdein ihrer Bahn um die Sonne hat. Ein Lichtstrahlalso, der von einem Fixstern ausgeht und den Ein-druck dieses Sterns in mein Auge bringt, langtallererst an, nachdem die Erde, seit dem Augen-blick, in welchem er ausgegangen ist, ihre Stellemerklich verändert hat: so daß, wenn mein Augeden Eindruck empfangt, es den Stern auf einenOrt beziehen muß, der von demjenigen verschiedenist, auf welchen cS den Stern bezogen haben wür-de, wenn ich noch auf derselben Stelle verbliebenwäre. Ein Beobachter auf der Erde steht folglichdie Sterne nicht an ihren wahren Stellen am Him-mel, und muß ihnen verschiedene Bewegungen bey-legen, welche von ihren verschiedenen Lagen gegenihn abhängen.

Mit diesem Schlüssel versehen erklärte Brad-ley alle Bewegungen der scheinbaren Aberrationender Fixsterne auf eine genaue, bestimmte und seineneignen Beobachtungen, so wie den Beobachtungenaller andern Astronomen gemäße Weise. Von nunan verschwand jede Ungewißheit. Den schon vor-handenen Beweisen für das System des Coperni-cuS fügte er solchergestalt einen neuen hinzu, denman eine mathematische Demonstration nennen kann.

Nicht zufrieden, durch die Beobachtungen die