Geschichte der praktischen Astronomie. 329
Grundlagen dieser Theorie gelegt zu haben, führteer sie noch auf trigonometrische Formeln zurück,wovon er die Resultate ohne Beweise in den Trans»activnen der fondner königlichen Societät vomJahre 1727 bekannt machte.
Die Neuheit und das Interesse des Gegen-standes zogen die Aufmerksamkeit der Astronomenund Gcomctcr an. Clairaut gab (lVlmn, cke I'.^cacl.r-Z7) die Beweise, welche Bradley unterdrückt h^tte,und fügte mehrere andre Theoreme von einer lcich»ken und bequemen Anwendung bey: ein wichtigerDienst, der nicht wenig zur Beschleunigung derFortschritte dieses neuen Zweiges der Astronomiebeygetragen hat.
Ungefähr zehn Jahre nachher wandte eben die-ser Geometer Mein. äv 1'^oaä. 1746) die Theo-rie der Aberration auf die Bewegung der Planetenund Cometen an. Alan begreift, daß sie bey die-sen gleichfalls Statt finden muß. Die Zeit, welchedas Licht braucht, um von einem Planeten oderCometen zur Erde zu gelangen, bringt nothwendi-ger Weise einige scheinbare Veränderung in der jagedes Planeten oder Cometen hervor. Das Problemist hier also von derselben Natur, wie für die Fix-sterne, jedoch mir diesem Unterschiede, daß weil dieFixsterne unbeweglich sind, die Planeten und Co-meten aber Bewegungen haben, die man in Rech-nung bringen muß, die Formeln der Aberration fürdie Planeten und Cometen etwas verwickelter sind,als für die Fixsterne. Hierzu kommt vor allennoch die Schwierigkeit der Rechnung, welche aus