z)2 IV. A«itra»m. iz. Capitel, i. Abschnitt.
nach Hallcy'S Beobachtungen auf der Insel St. Helena,verfertigt ward, geredet worden. Lacaille (geb.171z, gest. 1762) einer der besten und unermüdlichstenAstronomen, die es je gegeben hak, unternahm, nach-dem er schon in Frankreich die Lagen einer großen An-zahl Fixsterne berechnet hatte, im Jahre 1751 eineNeise nach dem Vorgebirge der guten Hoffnung, inder Absicht den Katalog der südlichen Sterne zu er-weitern und zu vervollkommnen. Ich gehe nicht na-her ein in die von ihm angewandten Mittel und Be-HUtsamkeitsrcgeln bey der Ausführung dieses großenWerkes, welches der Astronomie so nützlich gewordenist und heutiges Tages eine ihrer vornehmsten Grund-lagen ausmacht. Ich bemerke bloß, daß er ein genauesund sehr berichtigtes Verzci-chuiß von mehr als yZocrzwischen dem Südpol und dem Wendekreise des Stein-bocks enthaltenen Sternen nach Europa brachte.
Wahrend des Fortganges dieser seiner hauptsäch-lichsten Beobachtungen machte Lacaille bey Gelegen-heit noch andre über verschiedene sehr interessante Ge-genstände der Astronömie, wie die Strahlenbrechungen,die Polhvhe, die Länge des Secundenpendels, die ge-ographische Lange des Vorgebirges der guten Hoff-nung, worüber die Meynungen der geschicktesten Ge-ographen getheilt und um mehr als drey Grade voneinander verschieden waren. Besonders ließ er sichdie Beobachtung der Meridianhöhen des Mars, derVenus und des Mondes angelegen seyn. Dies sehteihn in den Stand, die Parallaxen dieser Planetenmit Genauigkeit zu bestimmen, indem er seine Beob-achtungen mit den zu gleicher Zeit in Frankreich,