Z44 IV. Zeitraum, rz. Capitel, r. Abschnitt.
Graden »8 Minuten, gemessen, und sie zu 57OZ7Tvisen gefunden. Diese gärige, indem sie größer ist,als die des Grades unter dem Aequator, und klei-ner, als die des GradeS unter dem Polarkreise,zeigt allerdings eine Abplattung der Erde an; weilsie aler kleiner ist, als man sie aus der Verglei-chung mit der Lange des in Frankreich gemessenenGrades herleiten müßte, so scheint sie eine unregel-mäßige Abplattung anzuzeigen. Die Jesuiten Bos-«ovich und Lemaire haben diese Unregelmäßigkeit auf«ine Art dargechan, die noch entscheidender seynwürde, wenn sie durchaus unstreitig wäre. Durchdie (1775) in Italien ausgeführten Messungen mehre-rer Meridiangrade unter gleichen Breiten mit denin Frankreich gemessenen Graden haben sie Längengefunden, die von den Längen in Frankreich sehrmerklich verschieden sind. Noch mehr: unter derVoraussetzung, daß die Meridiane der Erde gleichund ähnlich sind, haben sie ihre eignen Messungenweder unter einander, noch mit den Operationenim Norden und in Peru in Uebereinstimmung brin-gen können. Hieraus haben sie geschlossen, daßman die Hypothese von der Aehnlichkeit der Meri-diane aufgeben müsse. Alsdann fallen mehrere astro-nomische Theorien. Ist die Erde kein durch Um-wälzung erzeugter Körper, so zeigt die Richtungdes Fadens am Bleyloth nicht mehr die Richtungder auf die Oberfläche der Erde senkrechten, nochdie der Ebene des Meridians an; die Beobachtungder Entfernung der Fixsterne vom Zenith gibt nichtmehr das wahre Maß der Grade am Himmel und