Band 
Zweyter Theil.
Seite
345
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Geschichte der praktische» Astronomie, Z4Z

folglich auch nicht das der correspondirenden irdi-schen, rc, An diesen empörenden Folgerungen neh-men die Urheber dieses neuen Systems keinen An-stoß, Warum, sagen sie, sollte die Erde wesentlicheine regelmäßige Gestalt haben? Wäre ste ursprüng-lich eine flüssige und gleichartige Masse gewesen, sowürde die gegenseitige Anziehung ihrer Theile ver-bunden mit der Umdrehungsbewegung um ihre Axeste die Gestalt eines abgeplatteten elliptischen Sphä-roids haben annehmen lassen; oder wäre ste anfangsaus Flüssigkeiten von verschiedenen Dichten zusammen-gesetzt gewesen, so würden diese Flüssigkeiten, durchihr Bestreben sich ins Gleichgewicht zu stellen, sichendlich in eine regelmäßige Ordnung gesetzt haben,und die Meridiane würden noch ähnlich seyn.Allein warum will man, daß, auf die eine oderdie andre Art, die Erde- ursprünglich eine flüssigeMasse gewesen sey; und wenn sie eine solche gewe-sen wäre, warum sollte sie ihre ursprüngliche Ge-stalt beybehalten haben? In dem gegenwärtigen Zu-stande der Dinge ist ein Theil ihrer Oberfläche einefeste Masse und aus Materien von verschiedenenDichten, die durcheinander und ohne irgend einsOrdnung, von der man die Ursache angeben könnte,vertheilt sind, zusammengesetzt. Die Zerstörungenwelche diese Oberfläche erlitten hak, die Verwande-lungen der jänder in Meere, die Einsenkung derKugel an gewissen Stellen und die Erhebung de»selben an andern: haben alle diese Revolkrtiynen dieursprüngliche Form der Erde, wie man sie auch an-nehmen will, nicht beträchtlich verändern müssen?