Geschichte der praktischen Astronomie. zz;
Himmel zu beobachten, erschienen sind. Man kannsie indessen mit Grund als sehr groß annehmen.Pingre hat von Christi Geburt an bis auf 173zungefähr zzo Cometen gefunden, deren Erscheinungihm sehr wahrscheinlich scheint. Es gibt deren nochandre mehr, die man nur nach Muthmaßung an»führen kaun. Fügt man zu diesen bekannten odergemuthmaßten Cometen noch alle diejenigen, welcheman, ohne sie zu bemerken, hat entwischen .lassen, seyes nun wegen ihrer scheinbaren Kleinheit, wegenihrer Nähe bey der Sonne, wegen des Mondlichtes,weil schlechte Witterung ihre Beobachtung hinderte,oder endlich weil sie am Horizont von Europa un-sichtbar gewesen seyn mögen: so muß man erkennen,daß die Zahl der Cometen unermeßlich seyn muß.Hierbey muß man jedoch bemerken, daß unter dengesehenen Cometen mehrere sich befunden habenkönnen, welche dieselben waren, indem sie periodischzurückkehrten.
Die Alten haben uns keine Mittel überliefert,um die Bewegung der Planeten zu verfolgen. DieNeuern haben mehrere Versuche gemacht, um dieseschwierige Aufgabe aufzulösen. Seitdem man einge-sehen hat, daß die Cometen, gleich den Planeten,Ellipsen um die Sonne beschreiben, hat man dieAbmessungen dieser Ellipsen, nach einer gewissen Zahlgenauer Beobachtungen, zu bestimmen gesucht. Ihregroße Excentricität verstattete, sie wenigstens in einemTheile ihrer Ausdehnung als Parabeln zu betrach.ten; welches die Aufgabe vereinfacht, indem dieGleichung der Parabel weniger verwickelt ist als dieH- 23