GesLichll Lcr physische» LIfironomie. zs-
ihre Haupkplaneten, gravitirt wiederum die Sonnegegen die Hauptplanetc-n, nnd die Hauptplanetcngegen ihre Trabanten. Ein Stein, der zur Oberflächeder Erde fällt, wird von der Erdkugel angezogen; erzieht aber ferner SeitS wiederum die Erdkugel an.Die Attrackion, die jeder Körper ausübt, ist seinerMasse proportional. Denn es ist kein Grund vorhan-den, daß die anziehende Kraft i» einem kleinsten Theil-chen des Körpers mehr befindlich sey, als in einemandern; sie ist allen Thcilchen gemein, und dieAttraktion des Ganzen ist der Masse proportional.Wenn also zwey Körper einander gegenüber gebrachtsind, so werden sie, einer gegen den andern, Räumedurchlaufen, die ihren Massen umgekehrt proportionalsind. Hieraus sieht man, daß in obigem Beyspiele,wegen der ungeheuren Disproportion der Massen,die Hinstrebung der Erdkugel gegen den Stein alsNull erscheinen muß in Vergleich mit der Hinstrebungdes Steins gegen die Erdkugel. Was die Verminde-rung anlangt, welche die Schwere erleidet, indemMaße als die Entfcrnug zunimmt, so kann sie nichteher merkbar werden, als bis die Entfernung sehr großwird. Wenn daher zwey Körper von verschiedenen,aber noch immer mäßigen Höhen zur Oberfläche derErde fallen, so scheinen die Wirkungen der Schwere,welche sie erleiden, gleich; und die beiden durchlau-fenen Höhen sind den Ouadraten der Zeiten proportio-nal , wie Galilei zuerst gefunden hat. Aberdieses Ge-setz hat nicht mehr statt, wenn die beiden Höhen beträcht-lich verschieden sind, wie wenn die eine von ioo Fuß,die andre dem Halbmesser der Mvndöbahn gleich ist;