36s IV. Zeitraum, rz. Capitel. 2 . Abschnitt.
denn von der Erde bis zürn Monde nimmt diL Schwer-kraft in dem Verhältniß von 3600 zu i ab.
Aus der gegenseitigen Attraktion, welche zweyPlaneten, wie die Erve und der Mond, einer gegenden andern, ausüben, folgt, daß die Erde sich demMonde zu gleicher Zeit nähern muß, da der Mond sichder Erde nähert; so daß die Bewegung des MondcSum einen beweglichen Punct erfolgt. Allein diese Be-wegung befolgt deßhalb keine anderen Gesetze, als wenndie Erbe fest wäre. Denn wenn man überhaupt dieCurven sucht, welche von zweyen Körpern beschriebenwerden, die vermöge ihrer gegenseitigen Attraktioneneiner gegen den andern ihren Massen umgekehrt pro-portionale Wege durchlaufen, und die in dem Rauinenach irgend welchen beliebigen Direktionen und mitirgend welchen beliebigen Geschwindigkeiten fortgeschleu-dert werden: so wird man finden, daß diese Körpervier unter einander ähnliche Curven beschreiben, näm-lich , jeder Körper eine um den andern, der als unbe-weglich betrachtet wird, und jeder eine um ihren ge-meinschaftlichen Schwerpunkt, welcher übrigens inRuhe seyn, oder sich gleichförmig in gerader Linie be-wegen kann.
Gäbe es im Himmelsraume nur zwey Körper,die sich einer um den andern drehten, vermöge einerursprünglichen Stvßbcwegung und der immerfort wir-kenden Attraction Newtons: so würden sie sich aufeine den Gesetzen Keplers streng gemäße Weise bewe-wegcn. Allein sobald mehr als zwey Körper da sind(wie in der Natur der Fall ist), so wird die elliptischeBewegung der beiden erstem durch die Attraktionen