Band 
Zweyter Theil.
Seite
379
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Geschichte der physischen Astronomie. 37-

zwischen beiden eine Parallele ziehe. Dies soll also inwenigen Worten geschehen, nach der, wie es mirscheint, unter den Gcometern allgemein angenomme-nen Meynung.

Umfang, Stärke und Tiefsinn charakterisiren dasGenie des Jakob Bernoulli. In Johann Bernoullrsinket man mehr Biegsamkeit und mehr von jenemlebhaften Geiste, der ohne Unterschied in alle Gegen-stände eingeht. Der erstere hat mehrere wahrhaftoriginelle und ihm ganz eigene Werke geliefert, wieseine Theorie der Spirallinien, das Problem von derelastischen Curve, das von den Jsopcrimekern, welchesin der Geschichte der Geometrie eine so wichtige Stel-le einnimmt, das Princip, woraus man in der Folgedie Auflösung der Probleme der Dynamik hergeleitethat, seine Schrift clo arts oonjoetsnäi, eto. Derandre faßte in allen Theilen der Mathematik die ver-wickeltsten und scharfsinnigsten Untersuchungen auf;er besaß eine ganz besondere Kunst, neue Problemevorzulegen und aufzulösen; welcher Gegenstand auchimmer seinen Nachforschungen dargeboten wurde, erdrang in denselben sehr schnell ein, und nie hat er ir-gend einen behandelt, ohne ihn in das helleste sieht zusehen, und darin irgend eine wichtige Entdeckung zumachen. Endlich hat Jakob Bernoulli sich selbst ge-bildet, und ist in einem Alter von fünfzig Jahren ge-storben ; Johann Bernoulli ist von seinem Bruder indie Mathematik eingeweiht worden, und hat ein Altervon achtzig Jahren erreicht: in welcher Rücksicht ereinen ausnehmenden Vortheil gehabt hat. Dennwenn alle Kräfte des menschlichen Geistes durch Altex