Band 
Zweyter Theil.
Seite
382
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38 r IV. Zeitraum, rz. Capitel. 2. Abschnitt.

telpvncte vollkommen vereinigt betrachten muß. Danun die Gemäßer dem Monde näher sind, als derMittelpunct der Erde, so werden sie auch mehr ange-zogen als der Mittelpunct, und folglich muffen siegleichsam die Erde verlassen und sich erheben; wodurchdie Fluth hervorgebracht wird. Im Gegentheil, indem diametral «entgegengesetzten Puncte, oder beydenAntipoden des gegenwärtigen Ortes werden die Ge-wässer, als weiter entfernt, weniger angezogen, alsder Mittelpunkt der Erde, und folglich müssen sie die-sen Mittelpunct zu fliehen oder sich zu erheben schei-ne»; wodurch auch die Fluth hervorgebracht wird.Also wird an beiden Orten die Bewegung der Fluthdurch den Unterschied unter den Attractionswirkungendes Mondes auf die Gewässer und auf den Mittel-punct der Erde hervorgebracht, und sie muß zu glei-cher Zeit an den beiden Endpunkten des gegen denMond gerichteten Erddurchmessers erfolgen. Wasdie Ebbe anlangt, so erfolgt sie, wenn die AttractionS-krast des Mondes, nachdem er durch den Meridiangegangen ist, abnimmt, und die eigene Schwere derGewässer frey wirken läßt, vermöge welcher sie sichsenken. Alles, was hier in Rücksicht auf den Mondgesagt ist, hat auch auf die Sonne seine Anwendung.Unterwirft man die Wirkungen, welche diese beidenGestirne auf die Gewässer des Meeres äußern, sie mö-gen nun sich vereinigen, oder sich einander zum Theilvernichten, der Rechnung, so erhält man Resultate,die den Phänomenen gemäß sind; welches eine neueBestätigung der allgemeinen Gravitation ist. Dieseinteressante Materie ist mir allen nothwendigen beson-