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IV. Zeitraum. r§. Capitel.
schien: *) ein Originalwerk, das dem Buche derPrincipien an die Seite zu stellen ist.
Allgemeiner Begriff ver Optik von Newton.
Das Licht ist nicht, wie man vormals glaubte,,eine einfache und gleichartige Substanz: es ist aus sie-ben Urarten leuchtender Atome, die den Farben, derBrechbarkeit und Ver Zurückwerfbarkeit nach verschie-den sind, zusammengesetzt. Diese sieben ursprüngli-chen Strahlen sind der rothe, der orange,der gelbe, dergrüne, der blaue, der indigo oder purpurne und der vio-lette. Newton sonderte sie von einander durch fol-genden, heutiges Tages jedermann bekannten, Ver-such. Wenn man durch ein sehr kleines Loch dieSonnenstrahlen in ein verfinstertes Zimmer einläßt,und ihnen eine der Seitenflächen eines dreyeckigtenPriSma entgegen stellt, so daß dessen Axe mit der Aredes Strahlenbündelö rechte Winkel macht: so be-merkt man, daß dieser Bündel beym Eintritt in dasGlas gebrochen wird oder seinen Weg ändert, daraufdurch das Prisma in gerader Linie geht, beym Aus-tritt in die Luft abermals gebrochen wird, und zuletztauf einem weißen Blatt Papier in einer Entfernungvon iz oder ig Fuß ein länglichrcs Bild formirk, inwelchem man deutlich sieben farbigte Streifen unter-
*) Newtons Oxües, or » Diesriks ok tlis Itoüsetion«,ktotrsclion» »r>ä Inkiections, »o<! rii« Lolouis ok I^Nr
erschien 1704 i» 4I0. Die lateinische Uebersetzung aber vv«Dr. Llarke erschien 1706.