Band 
Zweyter Theil.
Seite
405
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Geschichte der Optik.

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scheidet, in folgender Ordnung von unten nach oben:Roth, Orange, Gelb, Grün, Blau, Indigo, Vi°vlet. Der ganze Bündel ist also aus sieben Strahlenzusammengesetzt, welche verschiedene Brechbarkeitenhaben. Der rothe Strahl ist von allen am wenigstenbrechbar, indem er von der auf der Austrittsseiten-fiache des Prisma senkrechten am wenigsten abweicht;die Brechbarkcit nimmt fortschreitend zu für die übri-gen Strahlen bis auf den Violetstrahl, der auf derandern Seite der äußerste ist. Wenn man eine belie-bige Zahl von Prismen hinter dem erstem aufstellt, sodaß der Strahlendündel durch alle diese Prismen geht,so gibt es neue Brechungen; das auf dem Papierabgemahlte Bild wird umgekehrt oder wieder in seinervorigen Stellung erscheinen; allein die sieben farbigtenStreifen werden iwiner unverändert dieselben bleiben,und immer dieselbe Ordnung in ihrer Lage gegen ein-ander behalten.

Die Gegenstände, welche nicht durch sich selbstleuchtend sind, oder nur ein zurückgeworfenes Licht Ha-sen, erscheinen uns roth, orange, gelb rc., je nach-dem sie uns (wenigstens für den größten Theil) rothe,prange, gelbe ic. Strahlen zusenden. Die weißeFarbe wird aus dem Zusammengehen aller Strahlengebildet. Das Schwarze zieht die Strahlen ein, diees erhält, und wird nur durch die Zurückwerfung derStrahlen, die von benachbarten Gegenständen kom-men , bcmerklich. In allen Fällen erfolgt ein Verlustan Strahlen, welche in den Zwischenräumen des Ge-genstandes zurückbleiben, oder hier und da zerstreutwerden. Die eingezogenen Strahlen können eine