Band 
Zweyter Theil.
Seite
413
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Geschichte der Lptik.

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Um sich ein lebhaftes und deutliches Bild zu verschaf-fen , war man bey der Beybehaltung der Kugelgestaltgenöthigt, den Objectiven wenig Oefnung zu geben.DescarreS und andre Geometer schlugen vor, von der-selben abzugehen und für dieselbe Krümmungen derKegelschnitte zu substituiren, weil diese die Eigenschafthätten, alle Strahlen in einerley Punct zu vereinigen.Allein außer daß solche Objective mit hinreichenderGenauigkeit zu verfertigen so gut als unmöglich war,so würden sie auch dem Uebel nur zum Theil habenabhelfen können: es blieb noch immer die Abwei-chung wegen der Brechbarkeit (l'Lbarratioaäk rekranAibilitt!), das heißt, die Zerstreuung derStrahlen, welche aus ihren ungleichen Brechungenentsteht. Man ward also genöthigt, auf die Kugel-gestalt zurück zu kommen; und durch eine große Ver-längerung der Fernröhre konnte man den Objectiveneine gewisse Ausdehnung geben, ohne eine große Ab-weichung wegen der Kugelgestalt hervorzubringen;allein diese Verlängerung verkleinerte das Sehefeld.Newton hatte gemuthmaßt, daß es möglich wäre, dieAbweichung wegen der Kugelgestalt gänzlich verschwin-den zu machen, wenn man die Objective aus zweyenGläsern zusammensetzte, und deren Zwischenraum mitWasser anfüllte. Man sieht aber nicht, daß er diesenGedanken in Ausführung gebracht, noch daß er ebendieses Mittel zur Verbesserung der Abweichung wegender Brechbarkeit anzuwenden gesucht hätte. Ja, dieder Wahrheit schuldige Achtung erlaubt uns nicht zuverschweigen, daß die Ungenaujgkeit eines seiner Haupt-sätze der Vervollkommnung dieses Zweiges der Drop-