4i» IV. Zeitc-um. »4. Capuil.
wegen der Brechbarkeit dadurch zu verbessern, daßman die Objective aus zweyen Glaslinsen zusammen-setzte, zwischen welchen Wasser wäre. Auch bestimmteer, welche Krümmungen man ihnen geben müßte,damit die Ungleichheiten der Brechung des Glasesund des Wassers sich einander gegenseitig aufhöben.Er zweifelte nicht an einem glücklichen, Erfolge diesesVorschlags, und führte als Beyspiel und Beweisdas menschliche Auge an, in welchem die Lichtstrah-len vier verschieden brechbare Feuchtigkeiten durch-schneiden und in einerley Brennpunct sich vereinigen.
Dollond (gest. 1761 in einem sehr hohen Al-ter), ein berühmter englischer Opticus, von einervollendeten Geschicklichkeit in der Theorie und Praxisseiner Kunst, ergriff mit Begierde diese allgemeineAnsicht; weil er ab?r urtheilte, daß Eulers Hypo-thesen über das Verhältniß der Brechungen deSWassers und des Glases nicht hinreichend genau wa-ren, so subsiituirte er dafür diejenigen, welche auSNewtons Versuchen folgen: alsdann fand er (kliilos.1ran8iict. 1752) durch Eulers Formeln, daß alleStrahlen nicht in einerley Brennpunct vereinigtwerden konnten, wenn das Teleskop nicht wenig-stens eine unendliche Länge hätte: eine Unbequem-lichkeit, die den Vorschlag von Euler gänzlich ver-nichtete, wenn Newtons Versuche vollkommen genauwären. Und wie sollte man wagen können, gegendie Untrüglichkeit, die man dem Schöpfer der neuernOptik gewissermaßen beylegte, Zweifel zu erhebend
Ohne sich dergleichen Zweifel zu erlauben, ant-wortete Euler (Mein. äe LerUn 1753), daß man