Band 
Zweyter Theil.
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4ig IV- Zeitraum. 14. Capitel.

die Brechung der andern aufhebt, so daßdie ausfahrenden Strahlen den einfal-len den parallel sind: so bleibt das fichtbeym Ausführen allemal weiß.

Dieser Schlußsatz: das ficht bleibt alle-mal weiß, war die zu untersuchende Frage. Indieser Absicht ließ Dollond die Sonnenstrahlen durchein kleines foch in ein verfinstertes Zimmer fallen;in geringer Entfernung vorn foche stellte er ein glä-sernes Prisma, dessen Seitenflächen vollkommen ebenwaren; die Schärfe war unterwärts gekehrt in einerhorizontalen fage; an die dem foche zunächste Seiten-fläche befestigte er mit Kitt eine Glasscheibe, welchemit dieser Seitenfläche ein zweytes, leeres und obenoffnes Prisma bildete, welches er mit Wasser an-füllte; alles war so gestellt, daß die durch das Was-ser hervorgebrachte Brechung durch die Brechung imgläsernen Prisma aufgehoben ward, und daß die ans-fahrenden Strahlen den einfallenden parallel waren.Diese ganze Zurüstung war also völlig dieselbe, wie indem besirittenen Satze; aber die Farbe der ausfahren-den Strahlen war nicht weiß, wie Newton behauptethatte; gegentheils war der untere Rand der Sonnestark mit Blau gefärbt, und der obere Rand voneiner röthlichten Farbe. Solchergestalt erkannte Dol-lond sogleich, daß bey gleichen Brechungen das Was-ser die Farben nicht so stark zerstreuet als das Glas;nachher nachdem er den Scheitelwinkel des Wasser-prisma so verändert hatte, daß die Zerstreuung derFarben durch beide Mittel gleich groß war, fander, daß alsdann die beiden Brechungen nicht gleich