Band 
Zweyter Theil.
Seite
419
JPEG-Download
 

Geschichte der Optik.

4*9

waren. Alle diese Beobachtungen führten Dollondauf Euters Vorschlag zurück, und er zweifelte nichtmehr an dessen möglicher Ausführung, wenn auchnicht mit Wasser und Glas, doch wenigstens mit an-dern durchsichtigen Materien von verschiedenen Tüch-tigkeiten.

Er wandte zu dieser Absicht zuerst, wie Eulervorgeschlagen hatte, Glas und Wasser an; aber ererkannte bald, nach des deutschen GeometerS For-meln, daß die den Objectiven zu gebenden Krüm-mungen zu beträchtlich waren, daß sie nicht eine sehrmerkliche Abweichung in dem Brennpunkte erzeugten,und Last eine solche Unbequemlichkeit nur durch eineandre gehoben werden könnte, durch die, dass mandie Oeffnung der Objective zu sehr verkleinern müßte.Euler hatte dies selbst eingesehen und es als die ein-zigen und wahren Schwierigkeiten, die ferne Theoriein der Praxis haben könnte, angekündigt.

Dollond, der in der Kenntniß der verschiedenenGlaSarten vollkommen bewandert, und überzeugt war,daß sich unter ihnen welche finden müßten, derenbrechende Kräfte sehr verschieden waren, siel darauf,zwey GlaSarcen anzuwenden, die in England unterden Namen Flinrglass und CrvwnglasS be-kannt sind (?tiilo8. 1r3N83Lt. Dos erstere

ist ein sehr weißeö und sehr durchsichtiges Glas, dasdie merklichsten Regenbogen gibt, und worin folglichdie Brechung des rothen von der des VioletstrahlSam meisten unterschieden ist. Das lehtere hat einegrünlichte Färbe und gleicht an Oualikät sehr un-serm gemeinen Glase; es gibt den geringsten Uncer-

27 *