Band 
Zweyter Theil.
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420
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IV. Z-ulttum. 14. Capitel.

schied unter den Brechungen des rochen und violet-ten. Dollond maß die Verhältnisse der Brechbar-keiten durch ebendasselbe Mittel, welches er für dasGlaS und das Wasser angewandt hatte: und erfand, daß das Verhältniß der Brechbarkeiten in bei-den Materien ungefähr das der z zu 2 wäre. Alser diese Substitution in Eulers Formeln vornahm,erhielt er anfangs nicht sehr befriedigende Resultate.Aber endlich nach manchen Versuchen und Zusammen-setzungen, sowohl in der Wahl der Materien voneiner vorzüglichen Qualität, als in der Wahl derverschiedenen Arten der Kugeln, die, nach der Na-tur der Aufgabe, gleich geeignet sind, die Brenn-Puncte aller Farben zu vereinigen, gelangte er zurVerfertigung achromatischer Fernrohre, welche diegewöhnlichen Fernrohre weit übertrafen. Er verfer-tigte zuerst eins von fünf Fußen, dessen Wirkungdie nämliche war, wie die eines gewöhnlichen Fern-rohres von fünfzehn Fußen. Uebrigens machte erdie von ihm befolgten Regeln nicht bekannt, um diezur Aushebung der Abweichungen geeigneten Kugelnauszuwählen.

Dieses Problem mußte die Forschungen der Geo-meter auf sich ziehen, wegen seines allgemeinen Nu-tzens und wegen der Mannigfaltigkeit der Fälle, dieeö umfaßt, in Verhältniß der großen, oder geringernAnzahl der Gläser, aus welchen ein Teleskop oderMikroskop zusammengesetzt seyn kann. Auch habenEuler, Elairaut und d.'Alembert über diese ganzeTheorie der achromatischen Fernrohre vortrefflicheWerke verfaßt, in welchen man die feinen Kunstgriffe