Lebcn und Werke.
4ZZ
Chanut, Gesandten vo» Frankreich in Schweden, be-wogen, gleiche Versuche in Stockholm anzustellen.DescartcS, der sich gegen das Ende des Jahres 1649in eben dieser Stadt befand, nahm Theil an dieserArbeit; und bei) dieser Gelegenheit gab er Die Ideezu einem Doppclbarvmeter aus Quecksilber und Was-ser an, um die Veränderungen des Gwichtes der Luftmerklicher zu machen, indem man sie nach den Wer-audcrungen der Wassersäule abmaß. Pascal behaup-tete übercilrcrmeise, nach einigen unvolikommnen Be-obachtungen, oder nach einer schwankenden und prccä-ren Theorie, daß die Luft in dem Maße schwererwird, als sie mit Dünsten mehr beladen ist. Wareaber dieser Sah wahr, so würde Pascal sich geirrt ha-ben, als er das Hängenbleibe» des Quecksilbers inder Torriccllischcn Röhre der Schwere der Luft zu-schrieb; denn in den meisten Fallen fällt das Queck-silber bey reanichtcr Witterung. Wie dem aber auchsey, die ersten Erklärungen, welche man von den Ver-änderungen des Quecksilbers im Barometer gegebenhat, verdienen um so mehr Nachsicht, als sogar heu-tiges Tages die Ursache dieser Veränderungen nochimmer unvollkommen bekannt ist, und als sie mehre-ren Unregelmäßigkeiten unterworfen sind, welche dieFolgerungen, die man aus dem Stand des Barome-zers ziehen will, zuweilen in Verwirrung bringen.
Es scheint, daß die beiden Schriften Pascals:cke 1'egmlibre ckes Ugrrorira und cks In pelanteurcke 1a malle äe 1'rckr, im Jahre l6zg vollendet wur-den; sie sind aber allererst it>6g gedruckt worden, einJahr nach des Verfassers Tode.