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Compendium der höhern Mathematik / von Adam Burg
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192
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Die ei nfa che oder absolute Wahrscheinlich-keit.

§• 327 . Bezeichnen a und b die Anzahl der Fälle,weicheheziehungsweise ein Ereignifs begünstigen und dem-selben entgegen sind; so ist die W. für das Ereignifs:

, und die entgegengesetzte W. desselben:

a bb

a —j— b

§• 328. Zerfällt das mögliche Resultat einer Hand-lung oder eines Versuches in mehr als 2 , z. B. in 3 Clas-sen, so, dafs von 3 verschiedenen Ereignissen nothwendigeines eintreffen muls, und sind a Fälle dem ersten, b Fälledem zweiten, und c Fälle dem 3. Ereignisse günstig; sosind ihre W., wenn man a-[-6-j-c =: s setzt, beziehungs-

. a , b „ c n ... .

weise: u — —, w = - , 10 ~ • Zugleich ist, wie es seyn

soll, die W., dafs von diesen 3 Ereign. entweder das 1 .

oder 2 ., oder 3. eintreffe — aJ r^ J r c __ } ^ g] e ; c h d er Ge-

wifsheit. — Auf gleiche Art werden die W. ausgedrückt,wenn noch mehrere Ereignisse möglich sind.

§• 329 - Beispiele und Aufgaben über dieeinfache Wahrscheinlichkeit.

1. Wie grofs ist die W., mit 2 gewöhnlichen Würfeln einebestimmte Summe zu werfen ?

Es können überhaupt die Summen 2, 3 , 4 5 • • 12 fallen,die aber keineswegs alle einerlei W. für sich haben. So könnendie Summen 2 und 12 nur auf eine Art geworfen werden, in-dem jeder der beiden Würfel beziehungsweise 1 und 6 zeigenmufs. Die Summe 6 dagegen kann schon auf 5 verschiedene,durch die Combinationen i 5 , 24, 33 , 42, 5 t dargestellte Ar-ten, wobei immer die 1. Zahl dem 1., und die 2. dem 2. Wür-fel angehören soll, geworfen werden. Da nun überhaupt 6 1 = 36Fälle gleich möglich sind, indem sich die 6 Felder des einenWurf, mit allen 6 Feldern des andern verbinden lassen; so istdie W. die Summe 2 zu werfen —ts (so auch die für die Summe12), dagegen jene für die Summe 6 — Diese Betrachtun-