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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Einleitung

Atomistik und Dynamik.

§. 1. Ueber die Natur der Körper giebt es zwei Ansichten,die atomistische und die dynamische.

Nach der Atomistik sind die Kräfte an materielle Theile festgebunden. Diese, Molekeln oder Atome genannt, können nie-mals in ihrer Beschaffenheit, sondern nur in ihrem Orte eine Ver-änderung erleiden. Eine jede Veränderung im Körper besteht da-her in einer andren Stellung, einer Bewegung der Atome. Zudieser gehört aber ein freier Raum; man ist daher genöthigt anzu-nehmen, daß die Atome durch leere Zwischenräume von einandergeschieden sind.

Die Dynamik schließt die Bewegung in den Körpern nichtaus; aber sie läßt auch Veränderungen in der Stärke sowohl, als inder Beschaffenheit der Kräfte zu. Sie hat daher keinen Grund,den Körper in vereinzelte Atome zu zerlegen; sondern betrachtetihn als ein stetiges Ganzes, Las zufällige Zwischenräume ausge-nommen, in einem jeden seiner Punkte thätige Kräfte hat, währendnach der Atomistik die Kräfte sich nur in gewissen Zwischenräumenvorfinden.

§. 2. Die Anzahl der Theorieen über die Natur der Körper istsehr groß; aber es ist selten, das sie das Princip einer Klassestreng durchführen. .Sie nehmen aus beiden etwas auf; und indemsie dann ihren gemeinschaftlichen Vorzug, die Cvnscquenz, aufopfern,vereinigen sie in sich nur ihre Mangel. Dieses ist der Fall beiden Hypothesen, nach welchen die Kräfte veränderlich sind, aber di«Thcilchcn durch leere Zwischenräume getrennt; oder wo ei» Be-standtheil der Körper zu einem Aggregat von Atomen, der andre,z. B. die Wärme, zu einem stetigen Körper wird. Andere Theo-riccn sind von diesem Fehler frei; aber sie gehen von einer speciel-len Erscheinung aus, etwa der Krystallbildung, dem Lichte oder demorganischen Prozesse, und um diesen anschaulich zu machen, verlierensie die übrigen Wirkungsweisen der Körper aus den Augen.

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