Einleitung.
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§. 3. Am meisten ist die Atomistik ausgebildet. Ihre Grund-sätze scheinen einfach zu sein. Sie reduciren alles auf Bewegung,und Raum und Zeit sind die Gebiete, in denen sich die Mathema-tik mit der größten Gewandtheit bewegt. Man betrachtete dieMolekeluwie einzelne Sterne, die Körper wie Sternensystcme und wendeteauf sie dieselbe Methode an, welche bei den Sternen so große Re-sultate gegeben hatte.
Folgende atostmische Hypothese, deren Hauptzügc schon Newtouaufgestellt hat, ist von Laplace und seiner Schule weiter ausge-bildet. Ich folge der Darstellung, welche Poisson in seinemWerke über die Capillarität, Seile 272, gegeben hat, und hebenur die Bedingungen etwas stärker hervor.
§. 4. Der Körper besteht aus Theilen, welche durch leereZwischenräume von einander getrennt sind.
Ein Raum, den man, wenn es die Bestimmung der Größeeines meßbaren Körpers gilt, veruachläßigt, kann eine so großeAnzahl von Theilchen enthalten, daß man einzelne Theilchen gegenihn vernachlässigen darf.
Jedes Theilchen besteht aus einem Kerne, dem Molekel, undaus einer Atmosphäre von Stoffen, deren Masse gegen die desMolekels nicht in Betracht kommt. Diese Atmosphäre besteht auSWärmestoff und vielleicht auch aus elektrischen, magnetischen andandren Materien. Ihre Größe und Dichtigkeit ist veränderlich.
Man nimmt aus optischen Gründen an, daß die Durchmesserder Molekeln sehr klein gegen ihre Entfernungen sind. Indessen scheintmir diese Annahme, von dem Standpunkte des Atomismns aus,nicht nothwendig zu sein. Am einfachsten und mit den Erscheinun-gen am meisten übereinstimmend ist es jedoch, die Atome ganz ohneAusdehnung im Raume anzusehen, nur als Punkte, welche der Sitzvon allen in die Entfernung wirkenden Kräften sind.
§. 5. Ueber die Kräfte, welche zwischen den Molekeln stattfinden, wird folgendes angenommen:
1. das Gesetz der Trägheit,
2. das der Action und Reaction,
3. das der allgemeinen Gravitation;
4. zwischen den Molekeln findet eine Anziehung statt;zwischen den Theilen der Atmosphäre aber ist Abstoßnng. Viel-leicht finden sich auch zwischen den Molekeln und Atmosphären eine