1b
Einlcitnng.
folgt. Die Gestalt der festen Körper, die sich frei ausbilden kön-nen, d. h. der Krystalle, verdient daher eine genaue Untersuchung.Sie bildet einen Hauptabschnitt dieses Werkes.
§. 26. Elasticität und Cohärenz können nur im Conflict derKräfte im Innern des Körpers mit den äußern wahrgenommen wcrden-Sie beruhen auf einer räumlichen Veränderung im Körper. Kehrtder Körper nach Entfernung der äußeren Kräfte in seine frühereLage zurück, so ist es Elasticität; ist die Veränderung bleibend,so ist es Cohärenz.
Die Gase kehren immer in ihre frühere Lage zurück. Bei ih-nen ist also die Cohärenz nicht zu beobachten. Bei den Flüssigenhängt sie mit den die Gestalt bedingenden Kräften zusammen.
§. 27. Die Cohäsivnslehre besteht daher auS folgenden Theilen:
I. Cohasion der Gase.
1. Elasticität (Gestalt und Cohärenz fehlen).
II. Cohasion der Flüssigen.
2. Elasticität der Flüssigen.
3. Cohärenz (Gestalt fällt mit Cohärenz zusammen).
III. Cohasion der Festen.
4. Elasticität.
5. Gestalt oder Krystallkunde.
6. Cohärenz.
Also sechs Theile, die ich in dieser Reihefolge behandlcn werde.
Er 5ter Theil.
Elasticität der Gase.
I. Gleichgewicht der Gase.
§. t. Bei den Gasen ist die Cohäsion negativ. Eine An-ziehung wird gar nicht wahrgenommen. Zwischen den gleichartigenTheilen eines Gases findet aber eine Abstoßung statt, so daß die-ses nur dann im Gleichgewichte ist, wenn ein jeder seiner Punktenach allen Seiten einen gleichen Druck erleidet. Die festen, flüssi-gen, oder luftförmigen Körper, die sich an der Grenze der Gaseoder im Innern befinden, erfahren denselben Druck; im Innernwerden sie daher von allen Seiten in gleichem Grade comprimirt