Gleichgewicht, Mariottes Gesetz.
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und an der Grenze bedürfen sie, um nicht mehr fortgetrieben zu wer-den, einer Gegenkraft von gleicher Stärke.
Das mariottische Gesetz über Elasticität und Dichtig-keit der Gase.
§. 2. Mit dem specifischen Gewichte des Gases wird auchseine Elasticität verändert. Nach Versuchen, die zuerst Boyle undspäter Mariotte und Andere angestellt haben, ist bei Gasen, diean Stoff und Temperatur einander gleich sind, die Elasticität demspecifischen Gewichte proportional. Bei einer Cvmprcssivn inner-halb vier bis fünf Atmosphären erlitt dieses Gesetz keine Ausnahme;allein bei einem höhern Drucke, etwa von 10 Atmosphären nahmdie Elasticität in einem kleinern Verhältnisse zu, als die Dichtigkeit.Aehnliche Resultate hat man auch bei neuern Versuchen gefunden,wenn sie nicht mit großer Sorgfalt angestellt, und vorzüglich Wasser-und andere Dämpfe nicht vermieden waren. Denn gesetzt, das Gas ent-hielte etwa den fünften Theil des Dampfes, welchen der Raum beidieser Temperatur halten kann, und würde zehnfach comprimirt;so müßte sich die Hälfte des Dampfes niederschlagen, die Elastici-tät also vermindert werden.
In neuerer Zeit haben Oersted und Swendsen, fernerOulong nebst andern französischen Akademikern genaue Versuchemit trockncr Luft und andern Gasen angestellt. Dulong bestä-tigte die Richtigkeit des mariottische» Gesetzes bei der gewöhnlichenLust, bis auf 27 Atmosphären, die größte Compression, die er mitseinem Apparate erlangen konnte, und Oersted fand in einem etwasminder genauen Apparate selbst bei 66 Atmosphären keine dieBeobachtungsfehler überschreitende Abweichung. Auch in andren so-genannten permanenten Gasen, z. B. dem Wasserstoff, fand man dasGesetz bestätigt.
§. 3. Nur bei den Gasen, welche leicht durch Kälte oder Druckflüssig gemacht werden können, z. B. der schwefligen Säure, demSchwefelwasserstoffgas, beschränkt sich die Richtigkeit des Gesetzesauf wenige Atmosphären. Bei einem Drucke, welcher demjenigen,der die Präcipitation bewirkt, nahe stehet, wenn er ihn auch nichtganz erreicht, nimmt die Elasticität in etwas geringerem Verhält-,nisse zu, als das specifische Gewicht. Ich werde bei der Cohärenzdes Flüssigen in den Abschnitte, wo ich von dem Benetzenund der Absorption handeln werde, nachweisen, daß Dämpfe,
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