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Die Lehre von der Cohäsion, umfassend die Elasticität der Gase, die Elasticität und Cohärenz der flüssigen und festen Körper und die Krystallkunde : nebst vielen neuen Tabellen über alle Theile der Cohäsionslehre, in's besondere über die Elasticität und die Festigkeit / von M.L. Frankenheim
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Diffusion, Daltons Gesetz. L5

bilden sich in dem Innern Strömungen, durch welche der leichtereBestandtheil nach oben hin geführt wird. Diese Strömungen kannman leicht beobachten, weil die Materie, aus welcher sie be-stehen, eine etwas andere Lichtbrechung hat, als die umgebendeFlüssigkeit. Zu gleicher Zeit vereinigen sich die beiden Be-standtheile an den Berührungsflächen zu einer homogenenVerbindung, und dieses Lauert fort, bis in der ganzen Flüssigkeit,sowohl der Alkohol oder das Salz, als das Wasser vollkommen gleich-förmig verbreitet sind. Jedoch ist der Proceß selbst in den gewähltenBeispiele», wo die Umstände der Verbindung sehr günstig sind, erstnach längerer Zeit vollendet, auch dann, wenn man die Verbindungdurch Schütteln beschleunigt. Auch bei Gasen ist die Verbindungerst spät ganz gleichförmig geworden; aber Beweise von der beginnendenVermischung beider Gase nahm Dalton selbst dann schon nach einerhalben Stunde wahr, als er sie durch eine 800 Millimeter langeund 9 Millimeter weite Röhre von einander getrennt hatte, und dasleichtere Gas zu dem schwerern hinabsteigen ließ; ähnliche Beobach-tungen haben Bcrth oller u. A. angestellt. Auch bei den Gasenunserer Atmosphäre nimmt man diese Vermischung wahr, und nurdann wird sie niemals vollständig, wenn der Verlust, den die nie-dern Schichten erleiden, immer von nengebildetcm Gase ersetzt wird.Dieses ist z. B. der Fall bei der Kohlensäure in der Hunds-grvtte, in dem Upasthale auf Java und in der Atmosphäre überden Contincntcn überhaupt, bei dem W asserdampfe, bei denGasen, die aus Vulkanen auS Hüttenwerken aufsteigen u. a. m.

§. 16. Die Ursache dieser Vermischung kann eine Anziehungder homogenen Theile oder eine Abstoßnng der heterogenen sein.Bei tropfbaren Flüssigkeiten ist offenbar das erste der Fall. Dasspecifische Gewicht ist dabei von keinem bedeutenden Einflüsse. Oele,welche ein dem Alkohol gleiches specifisches Gewicht haben, verhal-ten sich gegen Wasser ganz anders wie jener. Die Gase aber mi-schen sich alle vollkommen, welches auch ihre chemische Beschaffenheitsein mag, und die einzige Eigenschaft, welche einen Einfluß auf dieSchnelligkeit der Mischung hat, ist daS specifische Gewicht.Wir dürfen daher die Ursache nicht in einer Anziehung suchen, die,wo wir sie in diesem Gebiete treffen, von der innern Beschaffen-heit der Körper abhängt; sondern in der Abstoßnng zwischen den