44
Elasticität der Flüssigen.
Kochsalzlösung, gesättigt?
Schwefelkohle, Salpeteräther, Terpentinöl;
Essigäther, Salzäther;
Alkohol, kälterer, wärmerer;
Schwefeläther, kälterer, wärmerer.
Den stärksten Widerstand gegen die Kompression leistet daSMetall. Jedoch ist die Zahl selbst noch sehr unzuocrläffig. Zuletztstehen die kohlenstoffreichen organischen Flüffigkeittn. Es ist sehrzu bedauern, daß wir von keiner Salzlösung die Compression mitZuverlässigkeit kennen.
Nach der specifischen Elasticität rücken die Körper in engereGrenzen zusammen, das Quecksilber kommt in die Nähe der Oeleund die Reihe wird:
Ammoniak;
Salpetersäure, (Salzsäure, Chlorcalcium §. 13.) Essigsäure;
Wasser;
Schwefelsäure, Quecksilber, Terpentinöl, Salpeteräther;
Effigäthcr, Salzäther, Alkohol;
Schwefelkohlenstoff und Schwcfeläther.
§. 11. Die Temperatur hat, wie eS scheint, einen dop-pelten Einfluß auf die Spannkraft, durch die Veränderungdes spccifiischen Gewichtes und der specifischen Spannkraft. NachCvlladons Versuchen beim Aether und denen Cantons beim Wein-geist, nimmt die specifische Spannkraft mit dem Steigen der Tem-peraturen in größerm Verhältnisse ab, als das specifische Gewicht;dagegen nimmt sie beim Wasser nach Canton zu. Das letzte be-stätigt Oersted zwar; aber er meint, dieses rühre bloß von einergeringen Temperaturerhöhung bei der Compression her. Wasser über4" 0 . werde durch Wärme ausgedehnt und die Compression daherscheinbar vermindert. Unter 4°, wo Wasser durch Erwärmensich zusammenzieht, werde die Compression scheinbar vermehrt. Inder That sei sie aber von der Temperatur unabhängig. Ein Vier-zigste! Grad auf eine Atmosphäre reiche schon hin um diese Varia-tion zu erklären. Wenn Oersteds Ansicht richtig ist, worüber wir,so lange das Detail der Versuche nicht vorliegt, nicht entscheidenkönnen; so ist die Verminderung der Compreffibilitär beim Wasserebenso vorübergehend, wie die Variation der Temperatur und ver-